Bei einem Aufzugsmonteur handelt es sich nicht um einen anerkannten Ausbildungsberuf – d. h. ein entsprechender Berufsabschluss als solcher konnte lediglich in der DDR erworben werden. Doch gegenwärtig werden in der Bundesrepublik Ausbildungsabsolventen aus anderen Handwerksberufen als Aufzugsmonteur eingesetzt, nämlich Schlosser, Elektriker und ähnliche – hierzu stehen entsprechende Weiterbildungen zur Verfügung. Letztere werden oft im dualen System in Anspruch genommen, d. h. in Verbindung mit Unterrichtsveranstaltungen wird dem Schüler auch der Alltag im Betrieb ermöglicht.
Welche Grundkenntnisse dienen nun dazu, einen Personen- oder auch einen Lastenaufzug herstellen, zu reparieren oder warten zu können? Grundsätzlich ist hier die übliche handwerkliche Geschicklichkeit und technisches Verständnis vonnöten. Jedoch tatsächlich geht es um Elektrotechnik, Elektromechanik, Elektronik, Anlagentechnik, Mechanik und Maschinentechnik, die in die Fortbildung zum Aufzugsmonteur einfließen – ebenso geht es um bestimmte Normen so wie auch gesetzliche Vorschriften (Beispiel: Aufzugsnorm EN 81 ASV 96).
Was konkret umfasst die Berufsausübung als Aufzugsmonteur? Es geht, genaugenommen um verschiedene Sparten:
a) Der Bau von Neuanlagen: Hier geht es um die Installation von neuen Aufzugsanlagen in neu gebauten oder eigens hierfür renovierten Häusern und Wohnanlagen.
b) Die Modernisierung von Aufzügen: Jahrzehntealte Aufzüge werden auf den neuesten Stand gebracht.
c) Störungen an Aufzügen werden behoben: Ein Notdienst für den Betrieb von Aufzügen wird betrieben, um Stockungsvorgänge aufzuheben.
d) Personen- und Lastenaufzüge werden gewartet: Der Aufzugsmonteur ist hier mit den Aufgaben betraut, Aufzüge auf regelmäßiger Basis zu reinigen, zu kontrollieren und für den optimalen Betrieb zu sorgen.
Wenngleich nun die Aufzugsfirmen nicht in erster Linie zum Aufzugsmonteur ausbilden, so stehen sie doch als Ausbildungsbetriebe für andere Berufe zur Verfügung: Nämlich Elektroanlagenmonteure und Elektroniker für Betriebstechnik, auch angehende Konstruktionsmechaniker können hier ihre Ausbildung schwerpunktmäßig auf die Fächer “Wartung und Modernisierung von Aufzügen” sowie “Neuanlagenbau”.
Die folgenden Aufgaben können nun auf Aufzugsmonteure zukommen: Montage im Rolltreppen-, Lift- und Aufzugsbau, die direkte Herstellung von Kabinen für Aufzüge, die Bearbeitung von Blechen und anderen Materialien im Zusammenhang mit Aufzügen; dies kann auch WIG-Schweißen enthalten. Von Bewerbern für einen Arbeitsplatz bei einer Aufzugsfirma wird üblicherweise mindestens eine ausbilderische Qualifikation in Elektronik, Maschinenbau oder Industriemechanik verlangt – gute mechanische und elektronische Kenntnisse (aus einer Berufserfahrung heraus) werden ebenfalls begrüßt und empfohlen. Ein Aufzugsmonteur wird letztendlich entweder im Reparaturnotdienst, in der konkreten Gebäudebetreuung oder auch als flexibles Team-Mitglied im Hausmeisterservice eingesetzt. Gerade die zuletzt bezeichnete Branche ist davon bestimmt, Handwerker aus möglichst vielen Richtungen zu beschäftigen: Somit sind die Ausbildungsberufe der Aufzugsfirmen hier eine sichere und empfehlenswerte Qualifikation.